Gitti Müller
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Biographie

in kürze:

•    1956    geboren in Köln
•    1974    Fachhochschulreife für Wirtschaft
•    1976    Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau im Hapag Lloyd Reisebüro
•    1979    3 Jahre Paris, Direktionsassistentin bei France Voyages
•    1981    1 Jahr Reise durch Mittel- und Südamerika
•    1982    Zweiter Bildungsweg, Köln-Kolleg, Abitur
•    1985    Studium Germanistik, Romanistik, Ethnologie in Bonn (Stipendium FES)
•    1988    Auslandstudium Universidad del Altiplano, Puno, Peru
•    1989    Geburt Kind Nino
•    1991    1 Jahr Ethnologische Feldforschung in Bolivien
•    1994    Magister Germanistik/Romanistik/Ethnologie
•    1993-95    Trainerin für ausreisende Experten bei der DSE
•    1994    Autorin „Landeskunde Bolivien“ für die DSE
•    1995    Praktikum bei der Deutschen Welle TV Köln
   
seit 1995   Selbständig als TV-Journalistin zunächst für das Südamerika Magazin der Deutschen Welle "Europa Semanal", dann für das Hauptstadtstudio Bonn

seit 1996   WDR-Fernsehen, ARD, Wirtschaft und Politik (Monitor, Markt, PlusMinus)

•    1996    Reportagereise Südamerika (Hörfunk)
•    2005, 2009, 2010  Reportagereisen Südamerika (Fernsehen)

2010 Mediatrainerin für die DW- Akademie in Nicaragua und Mexico (Storytelling)

2011 Mediatrainerin für die DW-Akademie in Tunis (Wahlberichterstattung)

Sprachen: Französisch, Spanisch, Englisch, Italienisch, Aymara, Quechua

 

Volle Länge:

Gitti Müller wurde 1956 in Köln geboren. Nach der Ausbildung zur Reisebürokauffrau geht sie nach Paris, um für einen Reiseveranstalter zu arbeiten. Nachdem sie dort drei Jahre Incentive-Reisen organisiert hat,  beschliesst sie, das zu tun, was sie ihren Kunden so erfolgreich verkauft hat: reisen. Ein Jahr lang zieht es sie durch Süd- und Mittelamerika. Zurück in Deutschland macht sie ihr Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg und studiert Ethnologie, Germanistik und Romanistik an der Universität Bonn. Während ihres Studiums managt sie die bolivianische Musikgruppe „Arumthaya“ und produziert eine LP. Für einen Reiseveranstalter layoutet, fotografiert und textet sie den Katalog. Für die Deutsche Gesellschaft für Entwicklung schult sie ausreisende Experten der GTZ und bereitete sie auf ihren Auslandsaufenthalt in Bolivien vor. Für die Bundeszentrale für politische Bildung und für das Museum für Völkerkunde in Köln hält sie Vorträge und Seminare. 

Ein Auslandsemester führt sie 1988 nach Puno in Peru. Dort lernt sie Aymara, die Indianersprache, und begibt sich für mehrere Wochen in eine kleine Dorfgemeinschaft am Titicacasee. Sie läßt Grundschulkinder ihren Alltag mit Buntstiften malen und anschließend beschreiben. Dabei untersucht sie die sprachliche Vielfalt in der Beschreibung von Naturphänomenen und von landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Anschließend macht sie ein Volonteering beim Aymara-Sender Radio San Gabriel. Unterrichtsmaterialien für die Landbevölkerung und Hörfunkproduktionen von überlieferten Aymara-Märchen sind die zentralen Arbeitsgebiete. Vor Abschluss ihres Studiums zieht es sie erneut nach Südamerika. Mit ihrem damals 2-jährigen Sohn bleibt sie 12 Monate in Bolivien und untersucht den traditionellen Gebrauch der Coca bei den Aymara-Indianern in La Paz. Diese Feldforschung wird Grundlage für ihre Magisterarbeit.

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums beginnt Müller ein Praktikum bei der Deutschen Welle TV in Köln. Getreu ihrer Devise ‚Learning by doing’ entsteht schon nach wenigen Tagen der erste TV-Beitrag, dem zahlreiche folgen sollen. Seit 1995 ist Gitti Müller als Freie TV-Journalistin für die ARD und den Westdeutschen Rundfunk tätig (Monitor, Plusminus, Markt, Menschen Hautnah). Neben Reportagen, Berichten und langen Formaten entstanden zahlreiche preisgekrönte Glossen.